Wohnen und Leben in der Oase

Silvia und Hans sind seit bald 60 Jahren verheiratet. Sie kamen einst aus beruflichen Gründen aus der Ostschweiz nach Solothurn. Hier arbeitete Hans als Religionslehrer und später als Prorektor an der Kantonsschule. Silvia hingegen führte während 20 Jahren ein Malatelier für freies Malen und hielt sich zur Weiterbildung regelmässig in Paris auf. Gemeinsam reisten sie viel und entdeckten zahlreiche Destinationen in Europa und Afrika.

Vor einigen Jahren wurde bei Silvia Alzheimer diagnostiziert. Diese Diagnose stellte klar, dass sich die Wohnsituation verändern musste. Hans und seine Familie begannen, nach geeigneten Wohnmöglichkeiten zu suchen. Dabei wurde ihnen unter anderem die Oase empfohlen, für die sie sich dann auch entschieden. Doch nach dem Einzug verschlechterte sich Silvias Gesundheitszustand stark und führte zu einem erheblichen Einschnitt: Seitdem ist sie auf den Rollstuhl angewiesen und hat ihr Sprachvermögen vollständig verloren.

 

Schliesslich wurde sie in die Pflegeabteilung der Oase verlegt, wo sie in einem eigenen Zimmer wohnt und die notwendige Betreuung erhält. Hans selbst lebt weiterhin in der Seniorenwohnung, keine 50 Meter von Silvia entfernt. Für ihn ist die Oase eine ideale Lösung: Seine Frau erhält die professionelle Pflege, die er selbst nicht leisten könnte. Gleichzeitig ermöglicht ihm die Wohnsituation ein Stück Unabhängigkeit. Er weiss, dass sie gut versorgt ist, auch wenn er einmal Termine ausserhalb der Oase wahrnehmen muss.

Was Hans am meisten berührt, ist das Lächeln seiner Frau, wenn sie ihn erkennt. Dieses Gefühl gibt ihm Kraft. Als persönliches Leitmotiv begleitet ihn ein Satz des Schriftstellers Erich Fried: «Es ist, was es ist, sagt die Liebe.» Dieser Gedanke hilft ihm, die Situation anzunehmen und mit Liebe zu tragen.

Im Video erzählt Hans, wie Silvia und er heute den Alltag miteinander erleben.

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