Angekommen: Wie unsere erste Bewohnerin in Bassersdorf ihr neues Zuhause erlebt
Als ihr Grosskind ihr erzählte, dass demnächst eine Oase in Bassersdorf eröffne, fügte sich für Frau Mohler vieles zusammen. Sie wohnte bereits im Dorf und war auf der Suche nach einer altersgerechten Wohnung. Der Zeitpunkt passte. Das Anmeldeformular wurde ausgefüllt, der Vertrag unterschrieben, und bereits am 31. Oktober bezog Frau Mohler als erste Mieterin ihre 1,5-Zimmer-Wohnung in der Oase Bassersdorf.
Die ersten Tage
Das Wichtigste, das sie von ihrem vorherigen Zuhause mitgenommen habe, sei der Tisch, sagt sie. Den könne man ausziehen und somit auch eine grössere Anzahl Gäste empfangen. Dieses Möbelstück zeigt, wie wichtig ihr Gesellschaft ist. Ihre grosse Familie wohnt in der Umgebung und freut sich ebenfalls.
Die ersten Tage in der Oase Bassersdorf waren still. «Am Anfang fühlte ich mich schon noch ein wenig einsam. Da waren ja nur ich, die Baustelle und die Bauarbeiter», erzählt Frau Mohler. Doch bereits im selben Monat bezogen weitere Senioren ihre Wohnungen. Das freute sie. Neugierig fragt sie sich, wer wohl noch alles Teil dieses neuen Seniorenzentrums sein wird.
Frau Mohler fiebert aber vor allem der Eröffnung des Restaurants entgegen. Sie kocht selten und ist froh, wenn sie nicht mehr auf den Mahlzeitendienst angewiesen ist, sondern im Restaurant der Oase in Gesellschaft anderer Senioren zu Mittag oder auch mal zu Abend essen kann.
Ein Leben in Bewegung
Frau Mohler hat lange bei Gate Gourmet gearbeitet. Als sie 58 war, gab es eine Umstrukturierung und sie erhielt die Kündigung – nach fast 30 Jahren im Betrieb. Eine neue Stelle zu finden, war schwierig. Frau Mohler liess sich aber nicht unterkriegen. Sie arbeitete fortan als Kindermädchen und Reinigungskraft und half in einer Badi aus. Sie war sich für nichts zu schade.
Nach der Pensionierung kündigte sie dann ihre Wohnung, lagerte ihr Hab und Gut ein und stieg ins Flugzeug nach Australien. Mit dem Rucksack reiste sie quer durchs Land. Geplant waren drei Monate, geworden sind es neun.
Bereits früher ist sie viel gereist. Denn aufgrund ihrer Arbeit bei Gate Gourmet konnte sie oft vergünstigt fliegen – die drei Kinder immer mit dabei. Sie waren regelmässig in Amerika, aber auch auf den Philippinen und in Thailand. Heute, mit 77 Jahren, reist sie weniger. Sie habe bereits viel gesehen und sei dankbar dafür. Stattdessen unternimmt sie Ausflüge mit dem Zug oder wird vom Grosskind im Auto mitgenommen.
Ein Wunsch
Für ihr Leben in der Oase Bassersdorf wünscht sich Frau Mohler Gemeinschaft, Austausch und neue Freundschaften. Ihr ausziehbarer Tisch steht bereit.