Zwischen Profisport und Lehre

Noah Kofler ist einer von knapp 30 Lernenden, die wir aktuell bei der Oase ausbilden und einer von zwei welcher das Sport-KV absolviert.

6 Fragen an Noah:

Lieber Noah, erzähl ein bisschen etwas über dich.

Ich heisse Noah Kofler und bin siebzehn Jahre alt. Geboren bin ich in Italien, wo ich bis zu meinem fünfzehnten Lebensjahr gelebt habe. Ich bin normal zur Schule gegangen und habe verschiedene Sportarten wie Fussball, Tennis und Eishockey ausgeübt. Da mir Eishockey am besten gefiel und ich dort auch viele Freunde hatte, entschied ich mich dann mit elf Jahren, mit Fussball und Tennis aufzuhören und mich aufs Eishockey zu fokussieren.

Es war schon immer mein Traum, in der Schweiz Eishockey zu spielen, und mit vierzehn Jahren beschloss ich, diesen Traum zu verwirklichen und es zu probieren. Ich stellte mich dann bei verschiedenen Clubs in der Schweiz vor (in Bern, Rapperswil und Zürich) in der Hoffnung, in Zukunft bei einem dieser Clubs spielen zu können. Glücklicherweise ergab sich nicht nur eine Option. Schlussendlich entschied ich mich für Zürich, da mir dort auch direkt eine Gastfamilie und eine Schule empfohlen wurden.

Und so bin ich mit fünfzehn Jahren nach Zürich zu einer Gastfamilie gezogen und besuche seitdem die Sport Academy Zurich. 

Wie sieht dein Arbeitsalltag bei der Oase aus und in welchen Bereichen konntest du bereits aktiv mitarbeiten? Worin besteht deine Tätigkeit?

Ein Arbeitstag bei der Oase sieht bei mir folgendermassen aus:
Meistens komme ich gegen 9 Uhr ins Büro. Als Erstes kontrolliere ich die Sitzungszimmer, das heisst, ich schaue nach, ob sie aufgeräumt sind.

Anschliessend logge ich mich in den Computer ein und überprüfe mein E-Mail-Postfach sowie das Infopostfach. Sobald ich alle E-Mails bearbeitet habe, erledige ich die Aufgaben, die vom Vortag noch offen sind, oder jene, die mir meine Ausbildnerin zuteilt. Manchmal arbeite ich auch an Praxisaufträgen für die Schule. Bei gewissen Aufgaben habe ich regelmässig Kontakt mit unserem Finanzteam, zum Beispiel, wenn es um Rechnungen geht.

Zusätzlich kümmere ich mich um das Telefon, die Post und empfange Gäste, die vorbeikommen.

Am Anfang meiner Lehre hatte ich zudem das Glück, dass meine Ausbildnerin in der Oase Lindenhof aushelfen musste. In dieser Zeit wurde ich ebenfalls dort eingesetzt und konnte somit bereits Erfahrungen am Empfang sammeln.

Je nach Arbeitstag mache ich zwischen 16 und 17 Uhr Feierabend.

Welche Aufgaben oder Einblicke bei der Oase haben dir bisher besonders gefallen und warum?

Sehr gut gefallen hat mir die Zeit, in der ich sowohl in der Oase Lindenhof als auch im Service Center gearbeitet habe. Dabei durfte ich den Unterschied zwischen einem Standort und dem Hauptsitz kennenlernen.

In der Oase Lindenhof konnte ich besonders viel lernen, da ich am Empfang arbeitete und häufig direkten Kontakt mit Senioren und Bewohnern hatte. Dadurch entstanden oft spontane und abwechslungsreiche Aufgaben.

Im Service Center war die Arbeit anders. Dort hatte man weniger Kontakt mit Senioren, sondern eher mit Mitarbeitenden von anderen Standorten, Partnerfirmen sowie mit Interessenten. Zudem war man dort vermehrt mit längerfristigen Aufgaben beschäftigt.

Gut gefallen haben mir ausserdem die Einblicke ins Finanzwesen, zum Beispiel das Erstellen von Rechnungen.

Du spielst aktiv Eishockey: Wo spielst du? Was ist deine Position und was fasziniert dich an diesem Sport?

Im Moment spiele ich bei den GCK Lions in der U18. Meine Position ist Center (dieser spielt überall ein bisschen und ist mitverantwortlich für Angriff, Verteidigung und Spielaufbau).

Am Eishockey fasziniert mich besonders das hohe Tempo des Spiels. Vor allem das schnelle Umschalten von der Verteidigung in den Angriff – und umgekehrt – macht den Sport für mich sehr spannend.

Wie gelingt dir die Balance zwischen Training, Wettkämpfen und deinem Praktikum?

Mir gelingt die Balance, indem ich Arbeit und Hockey klar voneinander trenne. Beim Training und bei Wettkämpfen fokussiere ich mich voll auf das Hockey, und im Praktikum konzentriere ich mich ganz auf meine Aufgaben im Büro.

Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?

Meine Tage sehen oft ähnlich aus. Ich arbeite zu 70 Prozent bei der Oase, und mein Wochenablauf ist stark auf Training und Arbeit abgestimmt.

Montag, Mittwoch und Freitag haben bei mir den gleichen Ablauf: An diesen Tagen arbeite ich von 8 bis 16 Uhr und gehe danach jeweils ins Training.

Am Dienstag und Donnerstag habe ich morgens Training. An diesen beiden Tagen beginne ich erst um 10 Uhr mit der Arbeit. Der Dienstag ist danach eher ruhig, da ich am Nachmittag weder arbeite noch Training habe. Am Donnerstag hingegen arbeite ich bis 16 Uhr und gehe anschliessend erneut ins Training.

 

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