Oase Newsletter 01 | 2026

3. Februar 2026 / Allgemein / Oase Gruppe

Liebe Leserinnen und Leser

Die Oase ist ein Ort voller Leben – und genau dieses Leben spiegelt sich in der vorliegenden Ausgabe unseres Newsletters wider. Die zahlreichen Begegnungen, Innovationen, Feste und stillen Momente zeigen einmal mehr, wie vielfältig, engagiert und menschlich unsere Gemeinschaft ist.

Den Auftakt macht Oase Dähei, unser jüngstes Projekt: Damit unterstützen wir Sie auch individuell in Ihrem Zuhause und sind für Sie da.

Ein sensibles und wichtiges Thema greift unsere Demenz-Kolumne auf. Mit praxisnahen Tipps möchten wir Angehörige unterstützen und Mut machen – denn Wissen, Verständnis und kleine Schritte können viel bewirken.

Lebensfreude und Geselligkeit kommen ebenfalls nicht zu kurz: Der Black-Jack-Nachmittag in Eglisau sorgte für Spannung, Lachen und schöne Begegnungen. Kreativ und berührend wird es auf den Seite 10 und 11 mit der Fotoausstellung. Stimmen von Besucherinnen und Besuchern sowie Fotos und Videos von der Vernissage lassen diesen besonderen Anlass nochmals lebendig werden.

Ein Blick hinter die Kulissen erwartet Sie ab Seite 12 Arbeiten bei der Oase zeigt sich hier auf unterschiedliche Weise – vom Beispiel einer gelungenen Kombination von Profisport und Lehre bis hin zu fröhlichen Impressionen vom Mitarbeiterfest. Engagement, Teamgeist und Freude an der Arbeit stehen dabei im Mittelpunkt.

Liebe Grüsse
Nathalie Balcon

Oase Newsletter 2026 Nr1


 

Oase Dähei

2026 lancierte die Oase Gruppe ein neues Angebot, das Menschen unterstützt, länger sicher und selbstständig im eigenen Zuhause zu leben: Oase Dähei.

Oase Dähei bietet persönliche und kompetente Begleitung direkt zu Hause an.

Dazu gehören:
• Unterstützung im Alltag für mehr Selbstständigkeit
• Mahlzeitendienst für eine gesunde Ernährung
• Priorität bei Pflegeplätzen und Seniorenwohnungen der Oase
• Zugang zu Aktivitäten und Gemeinschaft, wie zum Beispiel zur Teilnahme an Seniorenferien
• Zugang zum Fitness-Studio
• Tagesaufenthalt in der Oase
• Und vieles mehr

Warum Oase Dähei?
Ziel des Programms ist es, Menschen in herausfordernden Lebensphasen Sicherheit, Entlastung und Lebensqualität zu bieten – ohne dass sie ihre vertraute Umgebung verlassen müssen. Das neue Angebot ergänzt die bestehenden Wohn- und Pflegeleistungen der Oase Gruppe, die sich darauf konzentriert, älteren Menschen ein selbstbestimmtes und würdiges Leben zu ermöglichen.

zur Webseite von Oase Dähei

Es ist wie es ist, sagt die Liebe

Silvia und Hans sind seit bald 60 Jahren verheiratet. Sie kamen einst aus beruflichen Gründen aus der Ostschweiz nach Solothurn. Hier arbeitete Hans als Religionslehrer und später als Prorektor an der Kantonsschule. Silvia hingegen führte während 20 Jahren ein Malatelier für freies Malen und hielt sich zur Weiterbildung regelmässig in Paris auf. Gemeinsam reisten sie viel und entdeckten zahlreiche Destinationen in Europa und Afrika.

Vor einigen Jahren wurde bei Silvia jedoch Alzheimer diagnostiziert. Diese Diagnose stellte klar, dass sich die Wohnsituation verändern musste. Hans und seine Familie begannen, nach geeigneten Wohnmöglichkeiten zu suchen. Dabei wurde ihnen unter anderem die Oase empfohlen, für die sie sich dann auch entschieden. Doch nach dem Einzug verschlechterte sich Silvias Gesundheitszustand stark und führte zu einem erheblichen Einschnitt: Seitdem ist sie auf den Rollstuhl angewiesen und hat ihr Sprachvermögen vollständig verloren.

Schliesslich wurde sie in die Pflegeabteilung der Oase verlegt, wo sie in einem eigenen Zimmer wohnt und die notwendige Betreuung erhält. Hans selbst lebt weiterhin in der Seniorenwohnung, keine 50 Meter von Silvia entfernt. Für ihn ist die Oase eine ideale Lösung: Seine Frau erhält die professionelle Pflege, die er selbst nicht leisten könnte. Gleichzeitig ermöglicht ihm die Wohnsituation ein Stück Unabhängigkeit. Er weiss, dass sie gut versorgt ist, auch wenn er einmal Termine ausserhalb der Oase wahrnehmen muss.

 

 

Was Hans am meisten berührt, ist das Lächeln seiner Frau, wenn sie ihn erkennt. Dieses Gefühl gibt ihm Kraft. Als persönliches Leitmotiv begleitet ihn ein Satz des Schriftstellers Erich Fried: «Es ist, was es ist, sagt die Liebe.» Dieser Gedanke hilft ihm, die Situation anzunehmen und mit Liebe zu tragen.

 

In Hans‘ Worten:

Praktische Tipps im Umgang mit demenzkranken Menschen

Demenz verändert das Leben aller Beteiligten: der betroffenen Menschen, der Angehörigen sowie der professionellen Betreuungspersonen. Die Herausforderungen sind vielfältig, doch kleine, alltagstaugliche Anpassungen können spürbar entlasten. Im Zentrum steht stets der Mensch mit seinen grundlegenden Bedürfnissen nach Sicherheit, Orientierung, Zuwendung und Würde.

Eine Bergwanderung gelingt nicht durch grosse Sprünge, sondern durch den nächsten sicheren Schritt. Der Gipfel ist zweitrangig – entscheidend ist, was jetzt machbar ist. Für pflegende Angehörige bedeutet das: Sie müssen nicht alles schaffen, nicht perfekt pflegen und nicht fehlerfrei handeln. Es genügt, den nächsten möglichen Schritt zu tun – eine Pause, ein Gespräch, eine liebevolle Geste oder ein Anruf, der Unterstützung bringt.

1. Kommunikation – einfach, klar, zugewandt
Sprache sollte verständlich und entlastend sein: kurze Sätze, einfache Worte, langsames Sprechen in angenehmer Lautstärke. Ebenso wichtig ist die nonverbale Ebene: Blickkontakt, ein Lächeln, ruhige Gesten und – wenn passend – sanfte Berührung geben Halt. Fragen sollten konkret gestellt werden («Möchtest du den roten oder den blauen Pullover?»). Korrigieren oder Konfrontieren führt selten weiter; hilfreicher ist es, behutsam in der Realität der betroffenen Person mitzuschwingen. Menschen mit Demenz vergessen Inhalte, aber nicht Gefühle – das emotionale Echo bleibt.

2. Alltag strukturieren und Orientierung geben
Ein klarer Tagesrhythmus vermittelt Sicherheit. Feste Essenszeiten, Rituale und eine ruhige Umgebung reduzieren Stress. Zu viele Reize gleichzeitig überfordern. Orientierungshilfen wie grosse Uhren, Kalender, Hinweisschilder oder Fotos mit biografischem Bezug stärken das Sicherheitsgefühl. Persönliche Gegenstände wirken als Anker.

3. Selbstfürsorge der Angehörigen
Viele Angehörige stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück. Doch gute Betreuung gelingt nur, wenn sie selbst Kraft haben. Pausen sind kein Luxus, sondern notwendig. Angebote wie Spitex, Entlastungsdienste, Tagesstätten, Beratung und Angehörigengruppen helfen, den Alltag tragbar zu gestalten. Der Austausch über Erschöpfung, Frust oder Schuld entlastet und normalisiert.

4. Pflege, Ernährung und Begleitung
Bei der Körperpflege helfen Geduld, ein späterer Versuch sowie vertraute Musik oder Düfte. Beim Essen fördern Fingerfood und Lieblingsspeisen die Selbstständigkeit – Genuss ist wichtiger als Diät. Biografische Aktivitäten, Musik, Berührung, ruhige Präsenz sowie spirituelle Rituale wie ein Gebet oder ein Moment der Stille schenken Trost und Verbundenheit.

5. Unterstützung durch Aussenstehende
Angehörige wünschen sich weniger Ratschläge und mehr echte Nähe: Kontakt halten, konkrete Hilfe anbieten, Betreuung übernehmen und Freiraum schaffen. Verständnis statt Bewertung stärkt. Entscheidungen – etwa für oder gegen einen Heimeintritt – verdienen Respekt, auch wenn man sie nicht teilt.

Merke
Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich Entlastung zu gönnen. Wer sich selbst achtsam begleitet und Unterstützung annimmt, bewahrt die Kraft, den Weg mit demenzbetroffenen Menschen liebevoll und geduldig zu gehen. Jede Pause ist ein Geschenk – für beide Seiten.

Ein Beitrag von Dr. Esther Oberle,
www.esther-oberle.com


 

Das kleine Casino am Rhein

Den Black-Jack-Nachmittag gibt es bereits seit mehr als elf Jahren, und fast jeden Freitag findet er im Restaurant der Oase am Rhein statt. Rund acht Seniorinnen und Senioren nehmen jeweils daran teil und zücken ihren Geldbeutel. Mit einem Einsatz von 20 Rappen ist man dabei und «verspielt» pro Person meist zwei bis drei Franken. Je nachdem, wie viel Glück man hat.

Wie in einem richtigen Casino darf ein kleiner Apéro natürlich nicht fehlen. Wein und Bier werden serviert und Paprika-Chips bereitgestellt. Die Senioren packen ihre Geldsäckli aus und platzieren die Zwanzigräppler ordentlich vor sich. Wer über die letzte Woche nicht genug Zwanzigräppler sammeln konnte oder beim letzten Mal alles verloren hat, tauscht seinen Zweifränkler bei der «Bank».

Auf meine Frage, wer denn jeweils gewinne, meint Reinhard trocken: «Immer d’Bank.» Alle lachen. Doch schlimm ist das nicht. Denn mit dem Geld, das die Bank einnimmt, gibt es jeweils einen Fleischkäse-Znacht. Das heisst: Je schneller und je mehr die Bank verdient, desto früher gibt es etwas Feines zu essen. «Natürlich mit chli Wii, ahja, und Senf!», ergänzt Edith schmunzelnd.


 

Rückblick „Alter ist ein Kunstwerk“

Wir haben uns gefragt: Was macht Menschen zu Persönlichkeiten? Was lässt Erinnerungen lebendig bleiben und Begegnungen unvergesslich werden? Die Fotoausstellung «Alter ist ein Kunstwerk» widmete sich genau diesen Fragen. Sie machte sichtbar, was sonst leicht übersehen wird: wie wertvoll das Alter ist und wie viel Weisheit, Humor und Erfahrung in ihm steckt.

Am Abend der Vernissage liessen rund 180 Gäste ihren Blick über die Fotografien unserer Seniorinnen und Senioren wandern und lauschten aufmerksam den Worten von Beatrice Tschanz, welche ihre Gedanken über den Herbst des Lebens teilte.

Im Mittelpunkt standen 33 Seniorinnen und Senioren aus unseren acht Oase Standorten. Die ausdrucksstarken Schwarz-Weiss-Fotografien von Turan Oeznalci öffnen den Blick für das Wesentliche und zeigen das Alter als inspirierende, eindrucksvolle Lebensphase. Die Porträtierten wurden bewundert, gefeiert und wahrgenommen. Und als sie ihre eigenen Bilder sahen, malten sich Staunen, Freude und manchmal auch ein wenig Rührung auf ihren Gesichtern:
«Wow, ich sehe aber gut aus!»
«Das hat mich sehr berührt.»
«Vielen Dank, dass ich mitmachen durfte.»
«Ich fühle mich so wertgeschätzt.»
«Ich sehe ja aus wie ein Star!»

Auch die Besuchenden waren begeistert von der Ausstellung. Eine Besucherin meinte: «Ich hätte jetzt richtig Lust, mich mit den Menschen auf den Fotos noch ein bisschen zu unterhalten.» Jemand sagte: «Danke, dass ihr das Alter als wertvollen Lebensabschnitt sichtbar macht», und: «Da kommen mir fast die Tränen.»


 

Zwischen Profisport und Lehre

Noah Kofler ist einer von knapp 30 Lernenden, die wir aktuell bei der Oase ausbilden und einer von zwei welcher das Sport-KV absolviert.

Noah ist siebzehn Jahre alt und in Italien geboren. Sport war ihm schon immer wichtig: egal ob Tennis, Fussball oder Eishockey. Da ihm aber Eishockey am besten gefiel, entschied er sich mit elf Jahren sich voll und ganz aufs Eishockey zu fokussieren. Dabei war es schon immer sein Traum, in der Schweiz Eishockey zu spielen, und mit vierzehn Jahren beschloss er, diesen Traum zu verwirklichen und es zu probieren. Das Vorstellen bei den verschiedenen Clubs lief gut und so konnte er am Ende sogar auswählen und sich für Zürich entschieden. Und so ist er mit fünfzehn Jahren nach Zürich zu einer Gastfamilie gezogen und besucht seitdem die Sport Academy Zurich und absolviert sein zweijähriges Praktikum bei der Oase Gruppe. Aktuell arbeitet Noah im Service Center der Oase Gruppe in Dübendorf beim Empfang und in der Administration.

3 Fragen an Noah:
Du spielst aktiv Eishockey: Wo spielst du und was fasziniert dich an diesem Sport?
Im Moment spiele ich bei den GCK Lions in der U18. Meine Position ist Center (dieser spielt überall ein bisschen und ist mitverantwortlich für Angriff, Verteidigung und Spielaufbau). Am Eishockey fasziniert mich besonders das hohe Tempo des Spiels. Vor allem das schnelle Umschalten von der Verteidigung in den Angriff – und umgekehrt – macht den Sport für mich sehr spannend.

Welche Aufgaben oder Einblicke bei der Oase haben dir bisher besonders gefallen und warum?
Sehr gut gefallen hat mir die Zeit, in der ich sowohl in der Oase Lindenhof als auch im Service Center gearbeitet habe. Dabei durfte ich den Unterschied zwischen einem Standort und dem Hauptsitz kennenlernen. In der Oase Lindenhof konnte ich besonders viel lernen, da ich am Empfang arbeitete und häufig direkten Kontakt mit Senioren und Bewohnern hatte.

Dadurch entstanden oft spontane und abwechslungsreiche Aufgaben.Im Service Center war die Arbeit anders. Dort hatte man weniger Kontakt mit Senioren, sondern eher mit Mitarbeitenden von anderen Standorten, Partnerfirmen sowie mit Interessenten. Zudem war man dort vermehrt mit längerfristigen Aufgaben beschäftigt.Gut gefallen haben mir ausserdem die Einblicke ins Finanzwesen, zum Beispiel das Erstellen von Rechnungen.

Wie gelingt dir die Balance zwischen Training, Wettkämpfen und Praktikum?
Mir gelingt die Balance, indem ich Arbeit und Hockey klar voneinander trenne. Beim Training und bei Wettkämpfen fokussiere ich mich voll auf das Hockey, und im Praktikum konzentriere ich mich ganz auf meine Aufgaben im Büro.


 

Angekommen: Wie unsere erste Bewohnerin ihr neues Zuhause erlebt

Als ihr Grosskind ihr erzählte, dass demnächst eine Oase in Bassersdorf eröffne, fügte sich für Frau Mohler vieles zusammen. Sie wohnte bereits im Dorf und war auf der Suche nach einer altersgerechten Wohnung. Der Zeitpunkt passte. Das Anmeldeformular wurde ausgefüllt, der Vertrag unterschrieben, und bereits am 31. Oktober bezog Frau Mohler als erste Mieterin ihre 1,5-Zimmer-Wohnung in der Oase Bassersdorf.

Die ersten Tage
Das Wichtigste, das sie von ihrem vorherigen Zuhause mitgenommen habe, sei der Tisch, sagt sie. Den könne man ausziehen und somit auch eine grössere Anzahl Gäste empfangen. Dieses Möbelstück zeigt, wie wichtig ihr Gesellschaft ist. Ihre grosse Familie wohnt in der Umgebung und freut sich ebenfalls.

Die ersten Tage in der Oase Bassersdorf waren still. «Am Anfang fühlte ich mich schon noch ein wenig einsam. Da waren ja nur ich, die Baustelle und die Bauarbeiter», erzählt Frau Mohler. Doch bereits im selben Monat bezogen weitere Senioren ihre Wohnungen. Das freute sie. Neugierig fragt sie sich, wer wohl noch alles Teil dieses neuen Seniorenzentrums sein wird.

Frau Mohler fiebert aber vor allem der Eröffnung des Restaurants entgegen. Sie kocht selten und ist froh, wenn sie nicht mehr auf den Mahlzeitendienst angewiesen ist, sondern im Restaurant der Oase in Gesellschaft anderer Senioren zu Mittag oder auch mal zu Abend essen kann.

Ein Leben in Bewegung
Frau Mohler hat lange bei Gate Gourmet gearbeitet. Als sie 58 war, gab es eine Umstrukturierung und sie erhielt die Kündigung – nach fast 30 Jahren im Betrieb. Eine neue Stelle zu finden, war schwierig. Frau Mohler liess sich aber nicht unterkriegen. Sie arbeitete fortan als Kindermädchen und Reinigungskraft und half in einer Badi aus. Sie war sich für nichts zu schade.

Nach der Pensionierung kündigte sie dann ihre Wohnung, lagerte ihr Hab und Gut ein und stieg ins Flugzeug nach Australien. Mit dem Rucksack reiste sie quer durchs Land. Geplant waren drei Monate, geworden sind es neun.

Bereits früher ist sie viel gereist. Denn aufgrund ihrer Arbeit bei Gate Gourmet konnte sie oft vergünstigt fliegen – die drei Kinder immer mit dabei. Sie waren regelmässig in Amerika, aber auch auf den Philippinen und in Thailand. Heute, mit 77 Jahren, reist sie weniger. Sie habe bereits viel gesehen und sei dankbar dafür. Stattdessen unternimmt sie Ausflüge mit dem Zug oder wird vom Grosskind im Auto mitgenommen.

Ein Wunsch
Für ihr Leben in der Oase Bassersdorf wünscht sich Frau Mohler Gemeinschaft, Austausch und neue Freundschaften. Ihr ausziehbarer Tisch steht bereit.

 


 

Computeria

 

Seit drei Jahren kommt Urs Wirth einmal im Monat in die Oase Effretikon und hilft den Seniorinnen und Senioren in der sogenannten Computeria-Stunde, die digitale Welt besser zu verstehen und zu nutzen.

Der Vormittag beginnt mit einem gemütlichen Kaffee oder Tee. Immer abwechselnd zahlt jemand in der Runde die Getränke. Urs startet mit einer Umfrage, um herauszufinden, wo den Seniorinnen und Senioren heute der Schuh drückt. Meist sind sechs bis acht Personen anwesend, doch heute sind es nur zwei.

Marianne benötigt Hilfe beim Umgang mit ihrem Handy, und Erika möchte vor allem wissen, wie die verschiedenen Speichermedien funktionieren.

Als Erstes erklärt Urs Marianne die SBB-App. Sie lernt, wie man den Fahrplan prüft, Easy-Ride bedient und ein Billett kauft. Inspiriert von ihren neuen Fähigkeiten möchte sie nun noch erfahren, wie sie ihre E-Mails auch auf dem Tablet lesen kann. Marianne verschwindet in ihre Wohnung und kehrt kurz darauf mit ihrem Tablet unter dem Arm zurück. Sogleich machen sie und Urs sich daran, die E-Mail-App einzurichten. Erika testet währenddessen, ob die USB-Sticks auch funktionieren.Aber nicht nur Computer-Themen werden besprochen, es findet auch regelmässig ein allgemeiner Austausch über das Weltgeschehen statt. Und so entsteht jeweils eine richtig gesellige Runde.

Am Ende haben die Teilnehmenden ein richtiges Erfolgserlebnis, wenn sie ihr Gerät selbstständig bedienen können. Und wenn es wieder holpert, so dauert es ja nicht mehr lange bis zum nächsten Termin. Für Urs haben die beiden Damen sowieso nur Lob übrig – seine geduldige Art, die Dinge zu erklären, wird äusserst geschätzt.


 

GROSSES ERÖFFNUNGSFEST